Und täglich grüßt der "Aber Mensch"

Es gibt sie, diese Menschen, die immer jammern und klagen, ohne Ende, oft jahrelang. Doch an der Situation ändert sich nichts bzw. sie wagen nicht einmal den Versuch die Situation zu ändern. Sie bleiben Klagende. Als Zuhörer könnte man meinen, sie gefallen sich in der Rolle als Klagende und Jammerer. Meist trifft das sogar zu. So lange der Schmerz noch nicht zu tief sitzt, die Verletzung und das Leid noch nicht so groß sind, sehen die Klagenden keinen Grund etwas zu ändern. Auf jede Lösung, die man ihnen präsentiert, haben die Jammermenschen ein Gegenargument. Meist ist es ein "aber, das geht nicht, weil..., aber das kann ich nicht weil ....., aber dafür bin ich noch nicht bereit weil ...."

Leider sind diese "Ja, aber Menschen" die anstrengendsten Zeitgenossen. Oft sogar wahre Energievampire.

Als Zuhörer, Familienmitglied oder Freund fühlt man sich nur allzu oft in die Lösungsfalle gedrängt und beratschlägt den Jammernden, was jedoch mit einem erneuten "ja, aber" abgetan wird.

 

Bedenken Sie: Dem "Ja, aber Menschen" geht es gar nicht um Lösungen! Er möchte seine Komfortzone ja gar nicht verlassen, denn hier fühlt er sich richtig wohl. Er wird umsorgt und bemitleidet.

 

Was können Sie tun?

 

Glauben Sie nicht, sie können einem "Ja, aber Menschen" helfen, indem Sie ihm Lösungsvorschläge machen. Verstehen Sie, dass der "Ja, aber Mensch" auf einer komplett anderen Ebene denkt und fühlt. Grenzen Sie sich ab und lösen Sie sich von dem Irrglauben dem "Ja, aber Menschen" gegenüber verantwortlich zu sein. Sie können nicht jedem helfen! Sparen Sie sich Ihre Energie für Menschen, die Ihre Hilfe möchten. Und als letzten Denkanstoß noch folgendes: "Wenn Menschen mit dem Jammern nicht aufhören, ständig klagen und leiden ist der Leidensdruck vielleicht gar nicht so groß, wie sie ihn schildern?! Dazu eine kleine Geschichte:

 

 

Der jammernde Hund

 

Zwei Wanderer machten sich zu einer mehrtägigen Bergtour auf. Einer der beiden hatte seinen Hund als Begleiter dabei.

Nach Erreichen der Berghütte, in der das erste Nachtlager errichtet wurde, bereiteten sie ihre Schlafstätten vor und legten sich zur verdienten Nachtruhe.

Der Hund tat das Gleiche und begann zu heulen und zu jaulen. Fragte der eine Wanderer seinen Kollegen, warum der Hund so jaule? Er bekam zur Antwort, dass der Hund auf einem Nagel liege. Fragte er weiter, warum sich der Hund denn nicht auf einen anderen Platz lege. Darauf sagte der Hundebesitzer: “Weil der Nagel zu kurz ist“.